Archiv der Kategorie: Schärfentiefe

Tipps für bessere Urlaubsfotos Teil 6 – welche Belichtungsautomatik

Lesezeit: ca.6 Minuten
Pfähle am Strand

Welches Belichtungsprogramm soll ich wählen?

(Aktualisiert Juni 2018) Wer interessante Fotos machen möchte, braucht neben dem guten Auge oft zusätzlich ein Quäntchen Fototechnik, auch wenn diese meist nicht ganz so wichtig ist.
Um diese Technik sinnvoll einsetzen zu können, solltest Du ein paar Einstellungen an Deiner Kamera kennenlernen. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Einstellungen zur Belichtung.

Viele Einsteiger fotografieren standardmäßig mit der Einstellung auf Vollautomatik (als Symbol wird dafür oft ein grünes Rechteck, eine grüne Kamera oder eine rote Kamera verwendet).
Diese Vollautomatik erhält gelegentlich auch Phantasienamen wie „überlegene Automatik“ oder „intelligente Automatik“.

Das liest sich alles ganz toll und oft sind die Fotos dann auch nicht wirklich schlecht. Aber oft sind sie auch nicht so ganz optimal. Weiterlesen

/ 13. Jun 2018

Tipps für bessere Urlaubsfotos Teil 4 – Bildgestaltung vereinfachen

Lesezeit: ca.4 Minuten
Schärfentiefe zur Reduktion

Kleine Schärfentiefe um Bilder zu vereinfachen

Schon zu Beginn des ersten Tipps dieser Reihe habe ich darauf hingewiesen: es ist auch und gerade für Urlaubsfotos wichtig, ein Bild nicht zu chaotisch zu gestalten.
Oft ist es besser, sich auf einen Hauptakteur zu beschränken. Die Beschränkung kann dabei aber auf ganz unterschiedliche Arten geschehen.
Du kannst zum Beispiel einen engeren Auschnitt wählen. Oder (und das ist erfahrungsgemäß oft besser), näher heran gehen.

Eine andere, wirklich schon klassische Methode für weniger Durcheinander im Bild ist der Einsatz geringer Schärfentiefe. (Mehr zur Schärfentiefe in meinem Fotolehrgang im Internet und hier im Blog.)

Nicht zu ernst nehmen! Es handelt sich bei diesen Tipps keinesfalls um Gesetze, die man nicht brechen darf. Es sind nur Hinweise, die auch tendenziell langweilige Bilder, deren Inhalt den Betrachter nicht von vornherein fesselt, „erträglich“ machen können. Ein Bild mit einem spannenden Inhalt, einer spannenden Idee, kann dagegen trotz (oder wegen) einer Missachtung dieser Überlegungen ein tolles Bild ergeben. Je mehr man sich mit Gestaltung und Inhalt der eigenen (und fremder) Bilder auseinandersetzt, desto eher wird man in die Situation kommen, solche Hinweise nicht mehr zu benötigen oder auch bewusst missachten zu können. Solange man da noch nicht angekommen ist, kann es helfen, diese Hinweise bei der Planung/Gestaltung der eigenen Bilder zu berücksichtigen.

Mit einer geringen Schärfentiefe wie im unteren Bild kannst Du den mit seinen vielen Details ablenkenden Hintergrund einfach ausblenden. Das ist einer der vielen Wege um den Bildinhalt auf das wirklich wichtige zu reduzieren. Weiterlesen

/ 07. Jun 2018

Ausstellung und Auflösung (oder: wieviele Megapixel brauche ich tatsächlich?)

Lesezeit: ca.5 Minuten
Bildbetrachter nah an kleinem Bild

An ein kleines Bild muss man näher heran (es handelt sich übrigens um eine andere Ausstellung in einem anderem Museum)

Manchmal kommen Dinge überraschend passend zusammen, die auf den ersten Blick eigentlich überhaupt nichts miteinander zu tun zu haben scheinen, sich dann aber doch ergänzen.

Gestern Abend war ich bei der Eröffnung der sehr empfehlenswerten Ausstellung „Das rebellische Bild“ (mehr dazu folgt bald hier) im Museum Folkwang in Essen zu Gast.

Und heute leitet mich eine Anzeige bei Facebook auf eine Internetseite, wo gegen eine Gebühr ein Online-Videokurs zum Thema Digitalfotografie angeboten wird.

Es gab da einen Testzugang, um den Kurs ein wenig auszuprobieren. Ich wurde dann recht schnell quasi direkt mit der Nase auf eine Aussage gestoßen, die zwar plausibel klingt, aber nichtsdestotrotz völlig falsch ist. Weiterlesen

/ 14. Mai 2018

Schärfentieferechner aktualisiert

Lesezeit: ca.1 Minute

Den Schärfentieferechner auf meiner  Website zur Fotoschule-Ruhr habe ich überarbeitet und aktualisiert und für µft-Kameras (Micro-Four-Thirds, also in erster Linie Kameras von Olympus und Panasonic) erweitert. Das ist in erster Linie ein Funktionsanpassung und Erweiterung; die Ergebnisse sind natürlich weiterhin dieselben, denn die Physik hat sich nicht geändert. ;-)
Und als nächstes sind die Rechner im „Fotolehrgang im Internet“ dran.

Makrofotografie extrem

Lesezeit: ca.2 Minuten
Fokusstacking

Focusstacking

Beim gestrigen Stammtisch der Fotoschule-Ruhr kam das Gespräch auch auf Insektenfotografie. Ich habe in dem Zusammenhang von einem Film erzählt, der die extrem aufwendige Arbeitsweise des englischen Fotografen Levon Biss dokumentiert.
Er ist eigentlich Porträtfotograf, der sich auf Sportler spezialisiert hat. Zum Thema Insekten kam er, weil er ein fotografische Aufgabe zwischen den Aufträgen suchte, die er jederzeit für den Job unterbrechen konnte und die wenig Platz erforderte.
Er entwickelte eine sehr spezielle Mischung aus Aufnahme- und Ausarbeitungstechnik, die weit über das eher simple Focusstacking(1) hinausgeht, da er nicht nur den Aufnahmeabstand und die Fokussierung anpasst, sondern zusätzlich einzelne Details der Insekten auch speziell ausleuchtet. Weiterlesen

iPhone 7Plus vs. DSLR?

Lesezeit: ca.3 Minuten
iPhone 7Plus

iPhone 7Plus mit der Doppelkamera

Nachdem mir in den letzten Tagen einige zum Teil überschwängliche Berichte über das iPhone 7Plus und speziell dessen neue Kamera untergekommen sind, habe ich mir darauf hin jetzt mal den Kamera-Teil der Apple Keynote angesehen.
Und tatsächlich: eine nette Kamera in einem netten Smartphone. (Und spätestens in ein oder zwei Jahren gibt’s bestimmt wieder was besseres, schöneres schnelleres.)

In der Keynote ist mir ein Fehler im Bereich Fotografie aufgefallen, auf den bisher scheinbar noch niemand eingegangen ist. (Das soll jetzt kein Apple-Bashing werden, sowas passiert auch anderen. Mich nervt das nur!)
Apple-Chef-Designer John Ive erklärt in der Präsentation die vielen Vorzüge der Kamera dieses iPhones. Unter anderem soll es (dank der zwei Hauptkameras) später im Herbst, nach einem Updates der Software, Portraitfotos mit geringer Schärfentiefe erzeugen, bei denen der Hintergrund in der heute so gerne verwendeten duftigen Unschärfe (Bokeh) verschwindet.
So etwas geht eigentlich erst mit „echten“ Kameras, die einen größeren Aufnahmesensor haben (DSLRs und  Systemkameras) Weiterlesen

/ 15. Sep 2016

Warum ich die Schärfentiefe anders berechne als Fuji, Olympus und Co.

Lesezeit: ca.7 Minuten
Schärfentiefeanzeige auf dem Display der Fuji X100

Schärfentiefeanzeige auf dem Display der Fuji X100

Eine meiner „Beinahe-Lieblingskameras“ ist eine Fuji X100 (*/**). 
Zu den Besonderheiten dieser Fuji (noch ohne das „S“ oder „T“ oder „F“ der neueren Modelle) gehört auch die Anzeige des Bereichs der Schärfentiefe auf dem Display.
Diese hat wunderbar funktioniert, man konnte die (automatisch oder manuell) eingestellte Entfernung (roter Strich) und den in der Schärfentiefe liegenden Bereich (weiß hervorgehoben) ganz ähnlich wie früher auf den Objektiven ablesen. Das ist praktisch, auch zum Erklären in meinen Fotokursen.
Das war praktisch. Solange, bis ich ein Firmwareupdate aufspielte.
[Fuji gehört (wie z.B. auch Ricoh und Olympus) zu den wenigen Kameraherstellern, die mir über kostenlose Updates der Kamerasoftware zusätzliche Funktionen noch nach dem Kauf geliefert haben.]

Die Schärfentiefe schrumpft?

Doch nach diesem Update stimmten auf einmal die angezeigten Werte für die Schärfentiefe nicht mehr mit meinen Erfahrungen überein. Irgendetwas war anders. Weiterlesen

/ 13. Mai 2018

Warum Nikon andere Angaben zur Schärfentiefe macht als ich

Lesezeit: ca.2 Minuten
Schärfentiefeskala_FD

Schärfentiefeanzeige an einem Canon FD Objektiv

Meine Antwort auf eine kürzlich eingegangene Email zum Themenbereich Schärfentiefe, die sich auf meinen Schärfetieferechner bezieht.
Vielleicht ist das ja auch für andere interessant.

Hallo xxx,
warum die Schärfentiefeangaben der Firma Nikon eine Abweichung zu „meinen“ Ergebnissen aufweisen, kann ich Ihnen leider nicht sagen. Ich wäre aber daran interessiert, die Antwort von Nikon auf Ihre Frage zu lesen.
Generell sollten Sie bei der Überlegung nicht aus dem Auge verlieren, dass die Basis für die Idee der Schärfentiefe der maximal „erlaubte“ Durchmesser des Unschärfekreis  ist.
Und der definiert sich unter anderem durch das zu vermutende „durchschnittliche“ Sehvermögen des späteren Bildbetrachters.

Was dieser Betrachter nicht als unscharf erkennt, gilt als scharf. Das ganze ist also sehr von fast schon individuellen, weichen Faktoren abhängig.
Weiterlesen

/ 15. Sep 2016

Schärfentieferechenscheibe ablesen

Lesezeit: ca.1 Minute
Video zur Schärfentiefeskala

Video zur Schärfentiefeskala

Schon seit fast 20 Jahren gibt es meinen Online-Rechner zur Berechnung der Schärfentiefe. Zuerst als Teil meines kostenlosen „Fotolehrgang im Internet“ veröffentlicht, ist er seit langem auch unter http://www.fotoschule-ruhr.de/ts_fsr.php zu finden.
Und fast genauso lange gibt es die aus meiner Sicht viel praxisnähere „Offlineversion“ des Rechners, eine einfache Rechenscheibe zum Ausdrucken, Ausschneiden, Ausprobieren. (Zum Download: http://www.fotoschule-ruhr.de/tipps_013.php)
Wer will, kann damit übrigens nicht nur die Schärfentiefe, sondern auch die Hyperfokaldistanz ermitteln.

In letzter Zeit kamen immer mal wieder Fragen dazu, wie man die Scheibe handhabt und die Ergebnisse abliest. Deshalb habe ich diesen kleinen Film gemacht, der bei der Benutzung meiner Schärfentieferechenscheibe helfen soll. Weiterlesen

/ 31. Mai 2018

Schärfentiefe kontrollieren

Lesezeit: ca.4 Minuten
Schärfentiefeskala

Schärfentiefeskala

Eigentlich ist es ja total simpel:
Eine kleinere Blendenzahl führt zu  kleinerer Schärfentiefe, eine größere Blendenzahl zu  größerer Schärfentiefe.
Aber wie groß ist die Schärfentiefe tatsächlich?

Das Thema Schärfentiefe lässt mich anscheinend nicht los. Vor fast drei Wochen habe ich ja bereits geschrieben, das leider nur noch an wenigen Kameras bzw. Objektiven Hilfsmittel zur vorherigen Einschätzung der im Bild zu erwartenden Schärfentiefe vorhanden sind.
Und dass an manchen Kameras/Objektiven solche Hilfsmittel zwar vorhanden sind, diese aber nicht auf das gestaltete Bild  ausgerichtet, sondern eher nur für Pixelpeeper tauglich sind (das kannst Du hier hier im Beitrag nochmal nachlesen).
Doch was kann man machen, wenn man den Umgang mit der Schärfentiefe erst noch lernen und deshalb die Schärfentiefe schon vor der Aufnahme beurteilen möchte?
Zu dieser Frage möchte ich Dir hier einige Antworten aus meiner Praxis geben. Weiterlesen

/ 13. Mai 2018

diese Woche … (1518)

Lesezeit: ca.3 Minuten
Synch

Synch

Was in der letzten Woche alles liegen blieb:

Das ist ein ganz besonderer Selfiestick, den die Künstler Justin Crowe and Aric Snee da gebaut haben. Tolle Idee, muss ich mit dem Arm meines Blitztestopfers (Schaufensterpuppe) direkt mal nacharmen(!). Aber ich werde eine linke Hand nehmen, für den imaginären Fotografen (einen typischen Rechtshänder vorausgesetzt) würde es ja schwierig, solch ein Foto zu schießen.
Mir gefällt die Idee, mit der die beiden Künstler hier die Idee der allgegenwärtigen Selbstinszenierung karikieren. Weiterlesen

diese Woche … (1516)

Lesezeit: ca.5 Minuten
Tubes

Tubes

Was in der letzten Woche alles liegen blieb:

Anfangen möchte ich mit Bildern, die die amerikanische Library of  Congress  bei flickr veröffentlicht. Es sind Farbaufnahmen aus den 30iger und 40iger Jahren des letzten Jahrhunderts, viele sind wohl während der großen Wirtschaftskrise entstanden.
Wie ich schon bei meinem Bericht über die Ausstellung mit Farbfotografien aus der Frühzeit der Fotografie (Link) schrieb (die Ausstellung läuft übrigens noch einige Tage, besucht sie!), finde ich solche „alten“ Farbaufnahmen sehr interessant. Sie zeigen mir ganz banal, dass die Menschen damals nicht nur in Schwarzweiß existierten. Natürlich weiß ich, das, aber mein „Urbild“ dieser Zeit ist in Grautönen, nicht in Farbe.
Und auch die besondere Farbigkeit dieser Aufnahmen beeindruckt mich.  Weiterlesen

/ 18. Sep 2017

Wo ist die Schärfentiefe hin?

Lesezeit: ca.8 Minuten
Schärfentiefeskala

Schärfentiefeskala

Ein Thema mit Technikalarm! (Aber am Ende geht es dann doch um Gestaltungsmöglichkeiten.)
Am liebsten fotografiere ich ja im Bereich leichter Weitwinkel – also 35mm an Vollformat, das entspricht 23mm an APS-C oder 17mm an meiner Olympus E-M1(*).
In diesem Brennweitenbereich mit etwa 50°-60° Bildwinkel fotografiere ich in Bezug auf die Schärfentiefe meist eher nach Gefühl. Mein 17mm Olympus hätte zwar im Prinzip eine Schärfentiefenskala, aber ich benutze überwiegend den „manuellen Autofokus“ (Backbuttonfokus), und im Autofokusmodus ist diese Schärfentiefeskala nicht sichtbar. Auch deshalb beachte ich sie normalerweise gar nicht.

Aber vor einigen Tagen habe ich mit dem Objektiv etwas herumgespielt und da fiel mir an dieser Anzeige etwas ungewöhnliches auf.
Die an der Skala angezeigten Bereiche der Schärfentiefe sind viel kleiner als ich das Weiterlesen

/ 13. Mai 2018