Geschenke für Fotografen – 2016/2017

Es muss ja nicht gleich ein ganzer Fotoapparat sein

Die Frage: „Was kann man einem Fotoamateur schenken?“ bzw. „Was ist ein gutes Geschenk für einen Fotografen?“ erreicht mich regelmässig jedes Jahr um diese Zeit (die folgenden Tipps gelten aber natürlich auch für Geburtstagsgeschenke für Fotografen).

In den letzten Jahren habe ich schon öfter zu diesem Thema Tipps und Empfehlungen veröffentlicht und vieles davon, wie der Tipp mit den lichtstarken und doch preiswerten Objektiven (weiter unten), ist auch dieses Jahr aktuell.

Aber es kommen auch immer neue neue Geschenkideen hinzu, deshalb werde ich die Fragen nach Geschenken für Fotografen (hier sind natürlich in erster Linie die mehr oder weniger stark engagierte Fotoamateure und keine Berufsfotografen gemeint) jetzt wieder aktuell beantworten und in den nächsten Tagen noch Ideen ergänzen.

Schleichwerbung

humboldt Fotolehrgang

humboldt Fotolehrgang

Nicht ganz ohne Eigennutz kommen hier wie schon in den letzten Jahren zu Anfang zwei Hinweise in eigener Sache.
Erstens: Vielleicht wäre ja ein Grundlagenkurs zur Fotografie bei mir eine gute Idee.
Zum Beispiel der Wochenendfotokurs zum Thema Digitalfotografie (u.a. auf dem Weltkulturerbe Zeche Zollverein) (149,00Euro).
Oder ein eintägiger Fotokurs zu den Grundlagen? Der ist auch preiswerter. (99,00 Euro)
Oder wäre eher ein eintägiger Workshop zum Thema Bildbearbeitung für Fotografen(Grundlagen) interessant? (129,00 Euro).
Für technisch bereits etwas Erfahrenere bietet sich ein Kurs zu den Grundlagen der Bildgestaltung an. (199,00Euro)
Und wenn es etwas ganz spezielles sein soll? Dann passt der Individualworkshop (3 Stunden, ab 199,00 Euro) Der Beschenkte kann Datum und Thema (Fotografie und/oder Bildbearbeitung) frei mit mir abstimmen. (Bitte nimm zu den Konditionen für dieses Angebot mit uns Kontakt auf.)
Und ganz bestimmt ist auch  eines meiner Fotolehrbücher ein passendes Geschenk für einen Amateurfotografen.

Zweitens: Weiter unten findest Du unter anderem einige Angebote von Amazon. Wenn Du über die dort angegebenen Links einkaufst, erhalte ich einige Prozente Provision, ohne dass es Dich mehr kostet.
So, genug der Eigenwerbung, weiter mit den Empfehlungen.

Filmisches

Filme zum Thema Fotografie sind eigentlich immer ein gutes Geschenk, Ich habe hier eine kleine Auswahl zusammen gestellt.
Beginnen möchte ich die Auswahl mit einem besonderen Film eines besonderen Regisseurs (und Fotografen) über einen besonderen Fotografen.
Der Film „Das Salz der Erde“ von Wim Wenders über den Fotografen Sebastião Salgado ist quasi eine Pflicht-DVD für alle, die an Fotografie über die Blenden- und Zeitwerte hinaus interessiert sind.
 DasSalz der Erde
(Hier meine Eindrücke von der Premiere des Films in der Essener Lichtburg.)

Aber natürlich gibt es auch viele andere Filme, die als Geschenk für Hobbyfotografen,
(aber auch für Profis) zu empfehlen sind

 (*) (*) (*)

Neben den klassischen Dokumentationen, wie dem schon öfter empfohlenen Dokumentarfilm Warphotographer(*) gibt es natürlich auch Spielfilme zur und über und mit der Fotografie, die über das Abbilden von Klischees hinausgehen und über die Fotografie als Medium, ihr Verhältnis zur „Realität“ oder die Rolle der Fotografie und der Fotografen in der Gesellschaft reflektieren.

Da sind dann als Klassiker zuerst Antonionis Blow Up(*) oder auch Hitchcocks Fenster zum Hof(*), dann aber auch Palermo Shooting(*), City of God(*), The Bang Bang Club(*),  Das erstaunliche Leben des Walter Mitty(*) oder auch One Hour Photo(*) zu nennen.

 (*)(*)(*)

Als Spielfilm, der auf tatsächlichen Ereignissen beruht, möchte ich noch den Film „Life“ hier erwähnen. Er schildert die sehr intensive Freudschaft zwischen dem Fotografen Dennis Stock und dem jungen James Dean am Start Ihrer jeweiligen Karrieren. Während dieser Zeit ist eine Ikone der Fotografie entstanden – das legendäre Porträt des Schauspielers James Dean im Regen auf dem Times Square.
Regie führte Anton Corbijn, der auch (und gerade) als Fotograf berühmt wurde.
(Hier meine Eindrücke, nachdem ich den Film im Kino gesehen habe.

 

Und wenn es eher was dokumentarisches und lehrreiches sein darf, möchte ich hier noch die BBC Serie The Genius Of Photography(*) (leider nur in english) erwähnen, die ich mir dieses Jahr selber wünsche, genauso so wie die 3er DVD Box  Kontaktabzüge(*) und die Dokumentation über die erst vor kurzem entdeckte Fotografien Vivian Maier(*).
Mal sehen, ob es dieses Jahr klappt und die Weihnachtsfrau hier mal reinliest. ;-)

Augenöffner

Eigentlich halte ich nichts davon „blind“ Fotozubehör zu empfehlen.
Aber ein lichtstarkes Objektiv ist für fast jeden eine gute Ergänzung zu den üblicherweise mit den Einsteiger-Spiegelreflexkameras verkauften „Kit-Objektive“.
Diese Zooms sind, ein Zugeständnis an ihren Preis, oft nicht sehr lichtstark. Das bedeutet, man kann die Blende nicht sehr weit öffnen.
Draussen bei Sonnenlicht ist das kein so großes Problem, aber wenn dann bei der Weihnachtsfeier das Licht nicht mehr reicht, muss man sehr früh schon mit höheren Empfindlichkeiten arbeiten (ISO Wert) oder den Blitz verwenden. Das eine führt zu technisch schlechteren Bildern (Rauschen), das andere zu gestalterischen Problemen (Schlagschatten etc.).
Beide Wege sind also keine optimalen Lösungen.

Gerade für Einsteiger hat sich dann ein 50 mm 1,8 Objektiv als wahrer Augenöffner erwiesen, denn hier kann man die Blende viel weiter öffnen.
Mit einem so lichtstarken Objektiv kann man dann auch bei wenig Licht noch gute Fotos machen.
Und darüber hinaus erlaubt dieser Objektivtyp auch noch Bilder mit einer geringen Schärfentiefe, also einem bewusst in der Unschärfe verschwindenden Hintergrund, aufzunehmen.
Diese Objektive sind für Spiegelreflex- und Systemkameras gedacht, bei Kompakt- und Bridgekameras dagegen kann man die Objektive ja nicht wechseln.
Praktischerweise entspricht der Bildwinkel, den diese 50er aufnehmen, an den meisten digitalen Spiegelreflex- und Systemkameras (an Nicht-Vollformat-Kameras) ziemlich genau dem der klassischen „Portraitobjektive“.
Da diese Objektive schon seit vielen Jahren hergestellt werden und ihre Konstruktion relativ einfach ist, können sie zu einem sehr günstigen Preis angeboten werden. Bei Canon liegt das um 100,00 bis 120,00 Euro, bei Nikon um 160,00 bis 200,00 Euro. (Die Preise sind den üblichen Schwankungen unterworfen.)

Für Canon:

Canon EF 50mm 1:1.8 STM Objektiv

Und für Nikon:

Nikon AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,8G Objektiv

Ausflug

Wie wäre es mit einem Geschenk, das Ihr evtl. so ein bisschen auch Euch selber macht?
Eine ein- (oder mehrtägige) Städtereise im Zeichen der Fotografie.
Da kann man dann eine große Fotoausstellung besuchen oder einfach nur einen Tag lang Stadtansichten, Denkmäler und Straßenleben fotografieren. Evtl. verbunden einem Abstecher in eines der überregionalen Fotogeschäfte. (Vorher Portemonnaie zunähen.)
Wichtig: die Hauptperson ist der Fotograf – also kein Genörgel, wenn er stehenbleibt und vielleicht etwas länger braucht, um den richtigen Ausschnitt und die richtigen Einstellungen zu finden.

Nerven und Zeit

Wenn wir schon dabei sind, etwas für den anderen zu tun, wie wäre es, wenn Ihr einen Gutschein für eine Portraitsitzung verschenkt, bei der der/die Beschenkte Euch nach Herzenslust Anweisungen geben und fotografieren darf, ohne dass Ihr gelangweilt oder genervt drein blickt.

 

 Natürlich darf ich in der Aufzählung Lightroom 6(*) nicht vergessen, die Grundaustattung zur Bildbearbeitung. Ich könnte auf viel Fotozubehör verzichten, aber nicht auf dieses Werkzeug. Es ist der zweite Schritt, der die beider JPEG-Erzeugung von der Kamera oft nur halbherzig umgesetzten Bildideen zu leben bringt.
Und ich kann damit meine Bilder verwalten und später auch gezielt  wiederfinden.

Wo wir bei schon Lightroom und der Bildbearbeitung sind, einen eintägigen Grundlagenkurs zur Bildbearbeitung biete ich auch an. er kostet 129 Euro, passt also hier. (Weitere Informationen dazu und die Anmeldung gibt es hier.)


(*) Dies ist ein sogenannter Affiliate Link. Wenn Du hierüber etwas kaufst, erhalte ich eine paar Prozente, ohne dass Du deshalb mehr bezahlen musst. Klassisches Win-Win also.
Und wenn Du meinst, ich hätte das nicht verdient, dann lässt Du es eben. ;-)

/ 06. Jan 2017

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