GPS-Track in Lightroom verwenden und anpassen

Illustration zu GPS-Tracks

Google Maps in Paris (GPS-Tracks)

Die eigenen Bilder mit Hinweisen auf den jeweiligen Aufnahmestandort, das ist klasse.
So kann man dann später auf die Weltkarte schauen und sehen, wo man schon überall fotografiert hat.
Aber von Hand wird das ziemlich arbeitsaufwendig.

Viele Fotografen (egal ob Amateur oder Profi) verwenden zur Bearbeitung ihrer Bilder Lightroom.
Und häufig werden die Bilder damit auch organisiert und archiviert. Stichworte etc. sind sehr hilfreich um Bilder später wiederzufinden. Eine weitere Möglichkeit, Bilder zu suchen und zu finden, sind die GPS-Daten. Diese können mit manchen Kameras schon bei der Aufnahme erfasst und gespeichert werden und beschreiben dann später den Aufnahmestandort.
Doch viele Lightroomnutzer wissen nicht, dass man diese Daten auch nachträglich und automatisiert den Bildern zuordnen kann.

Automatisch ver-GPSen

Im Kartenmodul von Lightroom kann man praktischerweise sehr einfach und vollautomatisch den Fotos per GPS aufgezeichnete Ortsdaten zuweisen, um sie z.B. auf einer Karte anzeigen zu lassen.
Besonders einfach geht das, wenn man beim Fotografieren direkt einen GPS-Track aufgezeichnet hat. Die können verschiedene Geräte (GPS-Logger und Navigationssysteme) aufzeichnen. Und man kann auch einige (kostenlose) Smartphone Apps dafür verwenden. (siehe auch meinen ausführlichen Tipp zum Thema GPS und Fotografie )

Kein GPS-Tracker? - Ein Trick!


Wenn Deine Kamera kein GPS beherrscht und Du Deinen GPS Tracker vergessen hast und auf dem Smartphone auch keine entsprechende App installiert ist, dann kannst Du Dir mit einem Trick behelfen.
Mach einfach bei allen wichtigen Fotos zusätzlich noch ein Foto mit dem Smartphone. Die meisten speichern auch die GPS-Daten, die Du dann später in Lightroom vom Handybild zum richtigen Foto übertragen kannst.

Doch nicht immer sind die Uhrzeit von Kamera und GPS-Track präzise übereinstimmend.
Das kann dann in der Folge zu einer fehlerhafter Verortung von Bildern im Kartenmodul von Lightroom führen. Am häufigsten passiert das, wenn die Kamerazeit falsch eingestellt ist, zum Beispiel beim Wechsel zur Sommerzeit. Oder wenn man in eine andere Zeitzone fliegt.
Ich habe mir angewöhnt, die Kamerauhrzeit regelmässig zu überprüfen und an die jeweils herrschende Zeit [vereinfacht: die Zeit auf den Uhren der abgebildeten Personen ;-) ] einzustellen. Der Weg über die „Universalzeit“ ist mir zu umständlich.

Manchmal liegt der Fehler aber nicht an Sommerzeit oder Zeitzonen, sondern daran, dass die Kameras zwar eine achttausendstel Sekunde prätzise steuern kann, aber trotzdem ein Uhrwek hat, dass auf drei Monaten eine Minute vor- oder nachgeht.

Glücklicherweise kann man in Lightroom in die Zuordnung von Foto und Standort steuernd eingreifen.
Und die Anpassung der GPS Daten geht sogar viel feiner, als es auf den ersten Blick erscheint.
In diesem Film erkläre ich, wie man das mit Bordmitteln ziemlich schnell und trotzdem präzise ändern kann.

 

/ 05. Sep 2017

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