Tipps für bessere Urlaubsfotos Teil 8 – Autofokus

Lesezeit: ca. 9 Minuten

Autofokusumschaltung

Wenn Du im Urlaub fotografierst, wirst Du in der Regel „scharfe“ Fotos machen wollen. (Lass Dich davon aber nicht versklaven. Manche Bilder wirken besser, wenn sie eine mehr oder weniger große Unschärfe aufweisen. Das kann Stimmung erzeugen.)

Egal was für eine Wirkung Du mit der (evtl. auch absichtlich nicht vorhandenen) Schärfe erreichen willst, Du wirst Dich über kurz oder lang mit dem Autofokus beschäftigen müssen.
(Warum der manuelle Fokus in der digitalen Fotowelt oft keine echte Alternative ist, erkläre ich weiter unten.)
Ich möchte jetzt hier zuerst einmal einige der grundlegenden Einstellungen erklären, die man an vielen Kameras wählen kann. Natürlich gibt es bei der großen Zahl verschiedener Kameramodellen viele Sonderfälle , aber es lassen sich doch einige Gemeinsamkeiten feststellen.

Generelle Probleme

Eigentlich fange ich ja nicht gerne gleich mit den Problemen an, aber es gibt einige Dinge, an denen der Autofokus scheitern kann. Und über diese sollten wir vorab sprechen.

  • zu wenig Licht
    Der Autofokus der meisten Digitalkameras braucht Licht, damit er etwas erkennen kann. Wenn das Motiv dunkel ist (dunkle Oberfläche und/oder schwach beleuchtet), ist es für den AF schwierig bis unmöglich, überhaupt etwas zu erkennen. Dann kann ein Hilfslicht an der Kamera die Rettung sein. Aber es kann auch das „Opfer“ warnen, blenden oder generell stören.
    Du kannst evtl. auch auf die „besseren“ Autofokussensoren ausweichen, die auch bei schwachem Licht noch scharf stellen können. Bei vielen Kameras ist der mittlerer AF-Sensor der beste. (Wie man ihn auswählt, folgt später.) Die Alternative besteht sonst nur noch in manueller Fokussierung, soweit die Kamera das zulässt.
  • zu gleichmässige Oberflächen
    Wenn auf der Oberfläche, die der Autofokussensor anmisst, keine ausreichende Struktur zu erkennen ist, kann der AF nicht scharf stellen. Evtl. hilft dann ein gleich weit entferntes Ersatzobjekt, dass Du anvisierst. Wenn die Kamera darauf fokussiert hat, hältst Du den Auslöser gedrückt und schwenkst zu Deinem Wunschaussschnitt zurück. (Die hierfür nötigen Einstellungen folgen unten.)
  • zu große Autofokusmessfelder
    Wenn Du im Zoo durch die Gitter oder beim Portrait einer/s Liegenden durch das Gras hindurch scharf stellen willst, wird der AF häufig die Gitterstäbe oder das Gras im Vordergrund anvisieren und das dahinter befindliche Motiv bleibt dann unscharf. Evtl. hilft die Auswahl kleinerer Autofokusmessfelder, aber das geht nicht an allen Modellen. Alternativ kannst Du es dann noch mit einer Ersatzmessung versuchen oder mit manueller Fokussierung.

Soviel zu den grundlegende Problemen und ihren Lösungen. Schauen wir uns jetzt mal die verschiedenen Einstellmöglichkeiten an.

Moduswahl

Viele Kameras stellen zumindest zwei unterschiedliche Autofokusarten zur Verfügung. Entweder ist der AF dann abgestimmt auf maximale Schärfe für eher statische Objekte oder auf hoffentlich hohe Trefferquote bei dynamischen, bewegten Motiven. Im zweiten Fall kann es dann aber auch eher mal zu unscharfen Ergebnissen kommen.

In der Vollautomatik und den Szenenprogrammen wird der jeweils passende AF direkt durch die Kameraelektronik ausgewählt.
Wenn Du Bilder machen möchtest, die eher dem „Massengeschmack“ entsprechen, wird die Einstellung in den meisten Fällen passen. Im Sportmodus wird dazu dann auf einen dynamischen Autofokus umgeschaltet, im Landschafts- und Portraitmodus auf den eher statischen, aber auch zuverlässigeren, sicheren AF.

Falls Du aber auf „Grün“ verzichtest, musst Du den passenden Autofokusmodus selber wählen. (Ein Verzicht auf die Vollautomatik und auf die Szenenprogramme kann wirklich sehr sinnvoll sein, lies Dir diesen Text in meinem Blog durch)
Für den AF gibt es dann in der Regel drei Grundeinstellungen, die Du festlegen kannst.

1) Autofokus mit AF-S / S / One Shot

AF One Shot

Der Modus für statische Motive heisst bei den meisten Herstellern „AF-S“ (für Single) oder auch nur nur „S“ oder „One-Shot„. Mit dieser Einstellung versucht der Autofokus, auf das automatisch gewählte oder von Dir festgelegte (wie? – siehe weiter unten) Autofokusfeld zu fokussieren.
Wenn der AF dann einmal die richtige Einstellung gefunden hat, bleibt er auf dieser Entfernung stehen.

Dieses Verfahren ist sehr genau, aber nicht für geeignet, dies sich auf die Kamera zu oder von ihr weg bewegen. Falls sich nach der ersten Fokussierung der Abstand noch verändert, versagt dieser Autofokusmodus.
Dein Hund, der auf Dich zu läuft und Dein Freund, der mit dem Fahrrad auf Dich zu fährt, werden dann evtl. in die Unschärfe geraten.
Ein weiterer Nachteil dieses Modus ist, das er an den meisten Kameras mit der Schärfepriorität gekoppelt ist. Er lässt Dich nur dann auslösen, wenn er zumindest ein Detail im Bild als scharf erkannt hat.

Bei Motiven, auf die der AF nicht scharf stellen kann (bzw. bei denen er die richtige Fokussierung nicht erkennen kann), blockiert er dann also den Auslöser. So macht man dann keine unscharfen Fotos, indem man gleich gar keine Fotos macht. ;-)
(An unscharfen Fotos ist aus Sicht unerfahrener Kamerakäufer schnell der Fotoapparat schuld. Die Marketingabteilung der Kamerahersteller wollen daher wohl unscharfe Fotos vermeiden, da scheint ein nicht gemachtes Foto nicht so schlimm zu sein.)
Der AF-S / One Shot Modus ist für viele Alltagssituationen mit statischen Motive (mit erkennbaren Kontrasten / Konturen / Strukturen) gut geeignet. Er ist also die erste Wahl für Landschaften, Portraits, Architektur, Sachaufnahmen und ähnliche Fotothemen.

2) AF-C / C / AI Servo

AI-Servo

Bei Aufnahmen von bewegten Motiven ist AF-S / One Shot oft nicht optimal. Speziell, wenn sich die Entfernung zum Objekt durch dessen Bewegung (oder auch die Bewegung der Kamera) verändert, kommt es zu Problemen.
In solchen Fällen solltet Du besser auf „AF-C“ (für continous, kontinuierlich, heisst manchmal auch nur „C“ oder „AI Servo„) umschalten.

Die Kamera versucht dann koninuierlich zu fokussieren, so dass Änderungen der Aufnahmeentfernung bis zum Moment des Auslösens berücksichtigt werden.
Manche Kameramodelle errechnen sogar die während des Auslöseprozesses weiter stattfindende Entfernungsveränderung und planen diese bei der Fokussierung direkt mit ein.

Dieser AF ist meist mit der Auslösepriorität gekoppelt. Du kannst mit dieser Einstellung jederzeit auslösen, auch dann, wenn der AF nicht sicher ist, richtig fokussiert zu haben. Dadurch steigt natürlich aber auch die Gefahr unschärfer Bilder.
Bei statischen Motiven solltest Du auf diesen Modus verzichten. Aber bei Sportszenen und anderen Motiven mit kontinuierlich wechselnden Abständen zwischen Kamera und Motiv ist AF-C / AI Servo das AF Programm der Wahl.

3) AF-A / AF-AI / AI Focus

Mit künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligenz, das „AI“ im zweiten Begriff) wird die Automatik (das „A“ im ersten Begriff) versuchen zu entscheiden, welcher der beiden Modi, also AF-C /AF Servo oder AF-S / One Shot) der für das jeweilige Motiv der passende ist. Leider liegt diese Automatik immer mal wieder falsch, deshalb verzichte ich darauf komplett und wähle die Einstellungen selber.

Welchen Autofokusmodus sollte man auswählen?

Das hängt wie immer ganz davon ab.
Wenn ich auf Reisen und im Urlaub Landschaften und Stadtansichten fotografiere, verwende ich meist AF-S bzw. One Shot. Das gilt auch für Portraits und Sachaufnahmen. Meine Tochter, die gerne bewegte Motive (speziell Hunde in schneller Aktion) fotografiert, wählt dafür meist AF-C bzw. AI Servo.

Pas de deux — tobende Hunde bei kleiner Schärfentiefe sind ein Motiv für AF-C oder AI Servo

Fachwerk

Fachwerk, ein Motiv für AF-S oder One Shot

Autofokusarten

DSLRs (und immer mehr aktuelle Systemkameras) haben überwiegend einen sogenannten Phasen-Detektions-Autofokus, der sehr zielsicher und schnell arbeitet. Aber er kann nur die Bereiche messen, für die in der Kamera spezielle Messzellen verbaut sind.

Bis vor einigen Jahren die meisten Kompakt-, Bridge- und Systemkameras den in der Regel etwas langsameren Kontrastautofokus.
Er kann mehr oder weniger im gesamten Bild die Schärfe anhand des Kontrastes messen, ist aber n der Regel deutlich langsamer.
Mittlerweile gibt es aber auch Systemkameras verschiedener Hersteller mit (zusätzlichem) Phasen-Autofokus.

Egal welches Verfahren verwendet wird, selbst bei einfachen Kompaktkameras gibt es fast immer die Möglichkeit, einen speziellen Bereich oder ein spezielles Messfeld anzuwählen.
So kannst Du steuern, worauf die Kamera scharf stellt und im Zoo den Fokus gezielt auf den Löwen und nicht auf die Gitterstäbe legen.

Einige Kameras beherrschen sogar rudimentäre Formen der Motiverkennung und können automatisch auf Gesichter, ja manche sogar auf einzelne Augen fokussieren. Das erlaubt weitere Arten der Steuerung des AF.
Die speziellen Motive, die die Kamera erkennen und gezielt fokussieren können, umfassen bei einigen Herstellern mittlerweile nicht nur Gesichter und Augen, sondern auch Fahrzeuge, Flugzeuge etc.

Den Fokuspunkt auswählen

AF Automatische Messfeldwahl (hier am Beispiel einiger Canon DSLRs)

Die meisten Digitalkameras haben mehrere Autofokusmesspunkte. In der Grundeinstellung wählt die Kamera dann vollautomatisch das aus ihrer Sicht passende Autofokusfeld aus.

In der Regel ist es das Messfeld, dessen Inhalt am nächsten an der Kamera ist.
„Was vorne ist, ist meist wichtig!“, so scheint die Überlegung der Hersteller zu sein.
Und dann wird im Zoo eben auf das Gitter und nicht auf den Löwen fokussiert. Dumm gelaufen!

Glücklicherweise kann man aber bei vielen Kameras auch selber den Fokusbereich auswählen. Das kann eines von mehreren Messfeldern sein, oder aber ein Bereich des gesamten Bildes. Abhängig von der jeweiligen Kamera und von ihrer speziellen Einstellung.

Viele aktuelle Spiegelreflexkameras (und Systemkameras) beherrschen dank Live View / Moviefunktion mehrere Autofokus-Messmethoden und stellen für diese auch unterschiedliche Messbereiche /-felder zur Verfügung.

AF Manuelle Messfeldwahl

An meiner DSLR ist der zentrale Autofokusmessbereich der beste (er ist schnell und auch bei wenig Licht funktionsbereit), deshalb verwende ich in der Regel nur ihn.

Um außermittige Bereiche fokussiert aufnehmen zu können, könnte ich dann das jeweils passende äußere Feld aktivieren.
Aber das ist mir zu umständlich.
Und die äusseren Felder sind oft auch etwas langsamer und ungenauer, deshalb verwende ich einen „Trick“.

Ich peile das Motiv zuerst mit dem mittigen Sensorpunkt an. Dann fokussiert die Kamera (Druck auf den Auslöser) und ich schwenke dann, mit gedrücktem Auslöser, zu meinem gewünschten Bildausschnitt zurück.
Je nach Ausdehnung der Schärfentiefe klappt das recht gut.
Man nennt das Verfahren „FTR“ von Focus, Then Recompose.

Diesen „Trick“ habe ich in einem speziellen Beitrag zum Thema Autofokus / FTR / Back-Button-Focus ausführlicher erklärt.

Autofokus oder manuelles Fokussieren oder …

Für schnell bewegte Motivdetails ist diese Methode aber nicht so gut geeignet, sie ist eher etwas für Landschaft, Architektur, Stadtansichten, Sachaufnahmen und zum Teil auch für Portraits.

Alternative Autofokusmethoden

Bei wenig Licht und vor allem vom Stativ (speziell bei meinen Kugelpanoramen und bei Sachaufnahmen), wechsle ich bei der DSLR  oft in den Modus „Live View„, in dem mir auf dem Display das Bild angezeigt wird, das der Sensor aktuell sieht.
Dort habe ich eine Lupenfunktion zur Verfügung, mit der sich die Schärfe sehr gut überprüfen lässt. Damit kann ich auch von Hand sehr gut fokussieren.

An meiner derzeitigen Lieblingskamera PenF(*) ist das Umschalten nicht nötig, sie ist als „spiegelose Systemkamera“ ja quasi immer, auch beim Blick durch den Sucher, in LIveView.
Bei diesen spiegellosen Systemkameras kann man bei vielen Modellen zum Fokussieren neben der Vergrößerung auch eine spezielle Funktion der Kantenverstärkung bei der Liveansicht verwenden.
Wenn Du diese „Focus-Peaking“ genannte Technik einschaltest, werden scharf abgebildete Kontrastkanten im Monitorbild mit (weißen oder auch farbigen) Linien betont. Bei einigen Herstellern gibt es auch ein „Zebra“-Muster, dass für bewegte Bilder besser ist, mich bei Standbldern aber eher stört.

Focus-Peaking ist (egal ob als Linien oder „marschierende“ Ameisen) bei den Kameras leider nicht immer optimal umgesetzt und passt nicht für alle Situationen. Es ist aber auf jeden Fall eine schöne Alternative zur Überprüfung der Lage des Schärfebereichs.


Du willst nicht alleine üben? - Dann komm zu mir!

Vor dem Urlaub solltest Du ein wenig üben, damit Du im Urlaub fit bist mit der Kamera. Alleine macht das aber keinen richtigen Spaß. Und wer hilft, wenn es mal nicht klappt? Für jede Frage wieder ein Youtube-Video suchen? Das muss doch besser gehen!
Und es geht auch besser: Komm in meinen Fotokurs!
Die meisten meiner Grundlagen-Fotokurse in der nächsten Zeit sind zwar schon ausgebucht, aber etwas später sind noch Termine frei. Informationen und Anmeldung findest Du auf der Website zu meinen Fotokursen zu den Grundlagen der Fotografie, die ich an der Fotoschule-Ruhr.de anbiete.


Warum nicht manuell?

Mit den modernen DSLRs und DSLMs (spiegellosen Systemkameras) kann man natürlich prinzipiell auch manuell fokussieren. Und mit einigen Kompakten und Bridge-Modellen geht das ebenfalls.

Aber ich würde Dir das nicht empfehlen. Die Sucher der modernen DSLRs lassen oft die Schärfe nicht gut erkennen, so dass man auf die Anzeige des Autofokusmoduls der Kamera angewiesen ist. Dann kann man auch gleich den AF verwenden.

Noch stärker sprechen aber die modernen Objektive gegen den manuellen Fokus. Als Zugeständnis an den Autofokus haben sie meist einen sehr leichtgängigen und kurzen Fokusbereich.
Das ist toll für den schwachbrüstigen Autofokusmotor, da muss er nicht so feste und lange drehen, um zu fokussieren.
Aber für den menschlichen „Motor“ ist das nicht so gut, man hat viel Einstellspiel und dreht schnell über den gewünschten Bereich hinaus.
In den meisten Fällen kann ich den manuellen Fokus deshalb eher nicht empfehlen.

Aber es gibt Ausnahmen.
Wenn Du alte, noch manuell zu fokussierende, Objektive einsetzt und die Kamera Dir am besten noch Fokus-Peaking und/oder eine Lupenfunktion anbietet, kann das manuelle Fokussieren richtig Spaß machen.
An meiner derzeitigen Lieblingskamera(*)  verwende ich ganz gerne mal Altglas von Anno Tobak.
Dann steht mir am Objektiv eine satt und präzise laufende Fokussierung mit recht langen Einstellwegen zur Verfügung. Das kann dann richtig gut funktionieren, ist aber eher was für bereits ein wenig fortgeschrittene Fotografen.

zum Fotokurs
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Andere Verfahren

Das manuelle Fokussieren lässt sich ganz großartig verbinden mit dem sogenannten „Zonenfokus“, der für manche Motive zu Zeiten der manuellen Fokussierung häufig verwendet wurde. Wenn Du Dich fürdiese spezielle Art der Fokussierung interessierst, findest Du bei mir diesen Artikel:
Entfernung einstellen – mal anders (Zonenfokus)

Üben

Damit die Bilder im nächsten Urlaub wirklich besser werden, solltest Du nicht nur lesen, sondern vor allem üben, üben, üben. Nur dann sind Dir die nötigen Handgriffe auch in Streßsituationen klar. Und für den Gestaltungsmuskel ist das Training ebenfalls wichtig. Die folgende Aufgabe soll Dir dabei helfen.
Denk daran: wenn Du erstmal in der Situation bist, ist es zum Üben zu spät! ;-

Um etwas Übung im Umgang mit dem Autofokus kommt man wirklich nicht umhin, speziell dann, wenn man sich nicht mit Allerweltsaufnahmen zufrieden geben möchte. Nutz die Zeit vor und im Urlaub, um Dich mit den unterschiedlichen Arbeitsweisen des Autofokus Deiner Kamera vertraut zu machen.

Überprüfe wie Du den passenden Autofokusmodus (AF-S / One-Shot oder AF-C / AF-Servo) einstellen kannst. Das muss im Falle des Falles schnell gehen.
Und übe die schnelle Wahl des Autofokusmesspunktes, auch da wirst Du später nicht viel Zeit zum Überlegen zur Verfügung haben.
Vielleicht probierst Du auch gleich FTR aus, Bei Bilder mit nicht zu knapper Schärfentiefe ist das für mich der beste Weg.


An der Stelle darf ich vielleicht noch ein bisschen Eigenwerbung machen: Die für Urlaubsfotos relevanten Themen wie Belichtung, Automatiken und Belichtungskorrektur,  aber auch Brennweite, Bildgestaltung und Bildbearbeitung sind ein wichtiger Teil meiner Fotokurse zu den Grundlagen der Fotografie, die ich an der Fotoschule-Ruhr.de anbiete.

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Und wenn Du meinst, ich hätte das nicht verdient, dann lässt Du es eben. ;-)

20. Jul 2017 15:35


7 thoughts on “Tipps für bessere Urlaubsfotos Teil 8 – Autofokus

  1. Julia

    Hallo Tom!
    Was das manuelle Fokussieren betrifft, hast du (leider) Recht. Ich liebe meine alten Minolta Objektive und fokussiere super gerne manuell. Aber mit den modernen AF- Objektiven macht das keinen Spaß. Der Fokusring ist meist total wabbelig. Bei modernen manuellen Objektiven (Samyang etc.) sieht das schon wieder anders aus. Beim manuellen fokussieren habe ich das Gefühl ich habe mehr Kontrolle. Deshalb nutze ich beide Arten oft.

  2. Birgit

    Also eigentlich Vieles toll erklärt, aber eins will nicht in meinen Kopf. Ich habe die Fokusfunktion auch auf eine AF-L Taste gelegt. Habe aber standardmäßig AF-C drin und dachte, wenn ich z.B. eine Laterne anfokussiere mit mittlerem Fokuspunkt und schwenke, dass dann durch AF-C trotzdem nachjustiert wird auf meine Laterne zurück. Ist es denn nicht egal, ob sich die Laterne bewegt oder ich mich durchs Schwenken? Gleicht das AF-C nicht aus? Was passiert dann mit dem Fokus? Was ist hier mein Denkfehler? Trotzdem Danke für diese HP.
    Liebe Grüße Birgit

    1. Tom! Beitragsautor

      Hallo Birgit,

      Du hast völlig recht, AF-C (bei manchen Kameras heißt es auch nur „C“ oder „AF-Servo“) steuert ständig den Autofokus mit. Und deshalb würde bei einem Schwenk der Kamera nach und nach auf unterschiedliche Motivdetails fokussiert werden.
      Aber bei Verwendung des Back-Button-Focus kannst Du ja den Knopf je nach Wunsch auch nur kurz drücken. So wird nur einmalig auf einen bestimmten Punkt fokussiert. Dann würde sich der anschliessende Schwenk nicht auswirken, weil der Knopf dann ja schon nicht mehr gedrückt wäre. Die Wunschentfernung bliebe eingestellt.

      Durch AF-C hast Du aber die Möglichkeit bei einer Situation mit sich schnell kontinuierlich verändernden Entfernungen (z.B.: Kind läuft auf Dich zu) den Knopf gedrückt zu halten, so dass der Fokus die ganze Zeit „nachzieht“.

      Liebe Grüße und allzeit gut Licht,

      Tom!

      1. Birgit

        Super und danke für deine genaue Extraerklärung für mich. Und das so schnell. Jetzt hab ich AF-C verstanden und brauch mich nicht wundern, warum der Fokus manchmal nicht richtig saß.
        Liebe Grüße zurück,
        Birgit

  3. Pingback: Bessere Urlaubsfotos - erneut aktualisiert

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